Hotel du Parc Mulhouse

Das Hotel du Parc: Unsere Geschichte

1904

Galerie Gangloff

Die Geschichte des Hotel du Parc ist eng mit der Geschichte der Stadt Mülhausen und deren Einwohnern verbunden. Im Jahr 1904 entschied ein gewisser Monsieur Henri GANGLOFF gemeinsam mit dem Architekten Louis SCHWARTZ die Dächer zweier Mülhausener Gebäude zusammenzulegen und hier die berühmte Galerie GANGLOFF unterzubringen. Diese diente sowohl als Buchhandlung als auch als Antiquitätengeschäft und Rahmenstudio. Auf der zweiten Etage mieteten sich die Brüder BRAUN ein. In ihrem Atelier entwickelten und verbesserten sie die Fotos, die sie von ihren zahlreichen Reisen mitbrachten.

Auf der dritten Etage fand man zu jener Zeit mehrere, private Apartments: Für insgesamt 8 Kinder wurden hier 8 Dachstuben geschaffen.

1917

Unruhige Zeiten

Das Gebäude wird als Reparationszahlung für die Zerstörungen des Krieges beschlagnahmt.

1926

Das Hotel du Parc

Das Hotel du Parc, eingerahmt zwischen dem Theater von Mülhausen und dem Steinbach Park und nur wenige Schritte von der Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert entfernt, öffnet erstmals seine Türen Es besteht aus drei nebeneinander liegenden Gebäuden, darunter die in ganz Mülhausen und darüber hinaus berühmte Buchhandlung Gangloff aus dem Jahr 1904.

Der Architekt Louis SCHWARTZ hatte seinerzeit eine wunderschöne, neoklassische Fassade geschaffen bei der die Skulpturen und die Qualität der Natursteine denen der schönsten Pariser Gebäuden aus dieser Epoche in nichts nachstanden.

So wurde das Gebäude, das über insgesamt vier Ebenen verfügt und in dem sich jede Etage über 900 m² erstreckt, schnell zu einem beliebten Treffpunkt der Elite.

Als angesagteste Adresse der Stadt und der ganzen Region um Mülhausen gingen zahlreiche berühmte Persönlichkeiten im Hotel du Parc ein und aus. Wie aus dem Gästebuch ersichtlich ist, feierten sie hier auch glanzvolle Feste.

Das Hotel du Parc war nun untrennbar mit der Hotelbranche von Mülhausen verbunden, wobei die Industriellen der Stadt die Mehrheit der Gäste stellten.

1971

Die Familie Schlumpf

Im Mai 1971 übernahmen die Gebrüder Schlumpf das Hotel, was mittlerweile als beliebter und prestigeträchtiger Treffpunkt für Geschäftsleute galt. Fritz Schlumpf wollte sich damit den ersten Teil eines lang gehegten Traumes erfüllen. Dieser Traum begann bereits als die Brüder Schlumpf gemeinsam mit ihrer Mutter ein Apartment in der Rue de la Sinne 22 bewohnten, direkt gegenüber des Hotel du Parc.

Da Fritz Schlumpf leidenschaftlicher Automobilsammler war, plante er als zweiten Teil seines Traumes das Hotel du Parc mit einem neuen Automobilmuseum zu verbinden. Daher ließ er das Hotel für Restaurierungsarbeiten schließen. Fritz Schlumpf, der sich aktiv an den Arbeiten beteiligte, wollte dem Hotel eine komplett neue Ausrichtung geben.

Die Arbeiten dauern mehrere Jahre an.

1979

Eine Zeit des Wartens

Im Juli 1979 mussten die Gebrüder Schlumpf jedoch Insolvenz anmelden. Infolgedessen wurde die Arbeiten am Hotel eingestellt und dieses blieb weiterhin unbewohnt.

1984

Die Auktion

Das Imperium der Gebrüder Schlumpf ist nahezu verschwunden. Nach den Fabriken, dem Museum und der privaten Villa wurde nun auch das Hotel du Parc auf einer öffentlichen Auktion zum Kauf angeboten.

Am 24. Mai um 15:42 Uhr wurde allerdings festgesellt, dass nach der dritten gescheiterten Verhandlung „niemand bereit ist, das Hotel zu den hier angebotenen Preisen zu kaufen“.

Das Hotel steht noch immer zum Verkauf.

1985

Die Reformen

Im Juni 1985 wurde das antike Gebäude auf einer Auktion zum Kauf angeboten, was für jede Menge Schlagzeilen in der lokalen Presse sorgte. Die Einwohner der Stadt Mülhausen hatten das prächtige Gebäude, welches sich zwischen den beiden Kriegen zu dem „Negresco“ von Mülhausen entwickelt hatte, mittlerweile sehr lieb gewonnen. Viele beteiligten sich deshalb am Kauf des Hotels.

Sofort danach wird ein großangelegtes Investierungsprogramm in Auftrag gegeben. Die Arbeiten dauern 3 Jahre an.

1988

Die Wiedereröffnung

Am 15. März 1988 wurde das prestigeträchtige Hotel du Parc endlich neu eröffnet. Getreu dem Motto der „goldenen Zwanziger“, aber gleichzeitig auch zu 100% den Ansprüchen der Grand Hotellerie des Dreiländerecks gerecht werdend, wurde das Hotel erneut zu „dem Treffpunkt“ von ganz Mülhausen.